Ein Schreibtag im Lieblingscafé

Wer mir auf Twitter oder Instagram folgt, weiß vor allem zwei Dinge über mich: Ich schreibe gerne auswärts und ich trinke gerne Kaffee. Wahlweise auch Tee. Manchmal auch beides abwechselnd. Kein Wunder also, dass es mich zum Schreiben regelmäßig in ein Café verschlägt.

Da sitze ich den ganzen Tag direkt an der Quelle. Außerdem gefällt es mir der Einsamkeit meines Schreibtischs zu entfliehen und mal ein bisschen unter Leute zu kommen. Wenn es sich einrichten lässt, schreibe ich am Wochenende einen Tag am heimischen Arbeitsplatz und einen in meinem Lieblingscafé. Aber wie läuft so ein Schreibtag bei mir eigentlich ab? Ich habe die Kamera mal mitgenommen und meinen Tag dokumentiert.

7:00 Uhr: Katze Krawumms stirbt um diese Zeit bereits vor Hunger.

Deshalb muss der kleine Staubsauger gefüttert werden, bevor ich irgendetwas anderes mache. Sonst weckt er nämlich die Lieblingsfrau, die eine Langschläferin ist.

Nachdem die Katze versorgt ist und ich wieder wie ein Mensch aussehe, gibt es Frühstück. Meine liebste Mahlzeit des Tages. Diese Zeit nutze ich auch, um meine Social Media Kanäle zu checken und ein paar YouTube Videos zu schauen.

8:30 Uhr: Jetzt wird der Rucksack gepackt.  

Ich habe zwar einen, der wesentlich hübscher aussieht als dieses Exemplar, aber der ist einfach zu klein. Schließlich stopfe ich da jede Menge überlebenswichtiges Zeug rein. Klar, ich käme auch mit weniger Zeug aus, aber hey — man gönnt sich ja sonst nichts.

Und das ist drin:

  • Laptop
  • Ladegerät
  • Kalender
  • Wasserflasche
  • Irgendein Buch / Kindle
  • Kopfhörer
  • Smartphone

Ohne Schlüssel und ein bisschen Kleingeld für meinen Kaffee gehe ich natürlich auch nicht aus dem Haus.

9:00 Uhr: Mit dem Zeug im Gepäck geht es nun ins Café.

Dort gibt es dann einen Tee oder einen Kaffee (je nach Laune und Müdigkeit) und dann erkämpfe ich mir einen Steckdosenplatz. Obwohl mein Laptop lange ohne Strom auskommt, bin ich da gerne auf der sicheren Seite. Nichts ist frustrierender als nicht weiterschreiben zu können, weil einem der Saft ausgeht.

Das habe ich auf jeden Fall immer dabei

Meistens trinke ich jetzt noch in Ruhe aus, checke noch mal Twitter und schaue in meinen Kalender. Hatte ich erwähnt, dass ich eine obsessive Planerin bin? Nein? Spätestens jetzt dämmert es dir vermutlich…

9:30 Uhr: Jetzt öffne ich Scrivener und schaue nach, was heute anfällt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten: 

  • Szene beenden
  • Neue Szene anfangen
  • Neues Kapitel anfangen

Klingt logisch, oder? Weil ich auch beim Schreiben gerne organisiert vorgehe, überprüfe ich nun die jeweiligen Notizen und den Plot. Sobald ich meinen Plan für den Tag erstellt habe, setze ich mir ein Ziel (z.B. 1000 Wörter bis 10:30 Uhr) und setze meine Kopfhörer auf. Ohne kann ich im Café nicht arbeiten, keine Chance. Mit dem passenden Soundtrack auf den Ohren wird dann in die Tasten gehauen.

Die nächsten Stunden verbringe ich mit Schreiben und natürlich damit, mir ab und zu mal ein Getränk zu kaufen. Wenn ich schon den ganzen Tag einen Platz blockiere, fühle ich mich nämlich auch verpflichtet mehr als einen Tee zu trinken. Schließlich ist das kein Co-Workingplace und ich möchte ja, dass mein Lieblingscafé erhalten bleibt, damit ich dort auch weiterhin einen Schreibtag genießen kann.

Irgendwann, meist so gegen 13-14 Uhr organisiere ich mir mein Mittagessen, lese eine Runde und danach geht’s weiter mit dem Schreiben.

Gegen 17 Uhr mache ich Feierabend, dann ist nämlich irgendwann die Luft raus und die Katzen wollen gefüttert werden.

Schreibst du auch gerne auswärts?

Hab es fein!

Lily

 

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