Jahresrückblick 2016

Das Jahr nähert sich dem Ende und somit wird es Zeit für einen kleinen Rückblick. Wie habe ich das Jahr erlebt und was ist mir besonders in Erinnerung geblieben?

Ich weiß nicht wirklich, wie ich 2016 einordnen soll. Privat war das Jahr ein Erfolg, aber wenn ich meinen Blick auf den Rest der Welt richte, wird mir eher schwindelig. Die derzeitigen politischen Entwicklungen machen mir Angst. Jedes Mal, wenn ich mir die Nachrichten ansehe, möchte den Kopf gegen die nächste Wand hauen, weil ich einfach nicht fassen kann, was da teilweise passiert.

Natürlich gab es in 2016 viele Todesfälle zu beklagen. Vielleicht nicht unbedingt mehr als in anderen Jahren, aber dafür sind – zumindest für mich – gefühlt viele Prominente auffallend jung verstorben und somit eigentlich „vor ihrer Zeit“ gegangen. Besonders hat mich im Januar 2016 der Tod von Alan Rickman getroffen, viel mehr als ich eigentlich erwartet hätte.

Aber ich möchte das Jahr nicht mit einem negativen Gefühl beenden, sondern möglichst positiv ins das neue Jahr starten. Deshalb blicke ich zurück auf meine Highlights des Jahres.

Twitter ist unverzichtbar geworden

In diesem Jahr habe ich angefangen regelmäßig zu twittern und dort tolle Menschen kennen gelernt, mit denen ich jetzt regelmäßig schreibe. Das ist großartig und ich möchte Twitter nicht mehr missen. Obwohl ich eigentlich jemand bin, der gerne fotografiert, nutze ich Twitter lieber als Instagram. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich vermutlich kein Facebook-Fan mehr werde. Selbstverständlich weiß ich wie Facebook funktioniert, aber ich werde einfach nicht richtig warm damit. Geht’s nur mir so? Jedenfalls überlege ich mittlerweile keine Facebookseite mehr zu betreiben.

Die erste Leipziger Buchmesse

Für mich war es dieses Jahr die erste Buchmesse und gleichzeitig auch das erste Mal, das ich in einer Airbnb-Unterkunft genächtigt habe. Meine bessere Hälfte, die selbst gerne liest, hat mich natürlich begleitet. Glücklicherweise war die Messe ingesamt ein total schönes Erlebnis. Unsere Unterkunft, die wir leider nicht für die LBM2017 ergattern konnten, war super zentral und wir hatten einen sympathischen Gastgeber.

Ich habe auf der Messe einige Leute getroffen, die ich von Twitter kannte und insgesamt viele spannende Vorträge gehört. Außerdem war ich auf einer Lesung von Kai Meyer und spätestens danach war ich wunschlos glücklich. Im kommenden Jahr wage ich mich dann vielleicht auch erstmals auf die Frankfurter Buchmesse.

Die Katzen sind eingezogen

Pünktlich nach der Leipziger Buchmesse haben wir unsere Katzen abgeholt, die inzwischen ein fester Bestandteil unserer Familie sind. Unsere Autorenkatzen Krawumms und Krakeelo, im Tierheim Bonnie & Clyde genannt, möchte ich nicht mehr missen. Ich bin mit Katzen aufgewachsen und ohne ein schnurrendes Fellknäuel ist mein Zuhause einfach unvollständig.

Das Litcamp in Heidelberg

Nachdem mich die Buchmesse so begeistert hat, war ich motiviert andere Literaturveranstaltungen zu besuchen. Wer mich kennt, weiß durchaus, dass das nicht einfach für mich ist. Ich bin eher introvertiert und knüpfe nicht so schnell neue Kontakte. Trotzdem klang das Literaturcamp Heidelberg so großartig, dass ich bereit war meine Komfortzone zu verlassen. Das fiel mir zwar nicht leicht, aber ich habe es nicht bereut.

Ich bin erstaunlich schnell mit anderen ins Gespräch gekommen, habe zum Beispiel Benjamin Spang und Tanja Hanika getroffen, und hatte ingesamt ein tolles Wochenende in einer wunderschönen Stadt. Für 2017 steht deshalb fest: Es geht auch wieder zum Litcamp.

Die Connichi in Kassel

Ich fahre seit zehn Jahren regelmäßig zur Connichi. Wem das kein Begriff sein sollte: Die Connichi ist eine Anime und Manga Convention, die im September stattfindet. Dieses Jahr wollte ich diesen Besuch zugunsten der Leipziger Buchmesse ausfallen lassen. Wie das so ist mit Gewohnheiten: Man legt sie nur schwer ab. Und deshalb setzte auch im Juli das absolute Connichi-Fernweh ein. Also haben meine Liebste und ich beschlossen relativ spontan doch zu fahren.

Eine Unterkunft haben wir glücklicherweise schnell gefunden, nur mit den Karten war das so eine Sache. Freitagskarten gab es noch im Vorverkauf, doch Karten für Samstag und Sonntag nur noch an der Tageskasse. Damit begann dann im September auch der Albtraum. Wir mussten, bei ziemlich niedrigen Temperaturen, um 6 Uhr morgens vor dem Kongress Palais Kassel ausharren und auf das Öffnen der Tageskasse warten.

Es war der Horror, aber auch unglaublich lustig. Außerdem waren wir überglücklich als wir die Karten dann in den Händen hielten. Trotzdem steht für 2017 fest: Im Januar werden Karten für das ganze verdammte Wochenende gekauft.

Der NaNoWriMo

Schreibtechnisch war das Jahr durchwachsen. Mitte des Jahres hatte ich den Job gewechselt, ich musste mich im neuen Unternehmen zurechtfinden und insgesamt war 2016 auch gesundheitlich nicht mein Jahr. Der NaNoWriMo hat meine Jahresbilanz dann noch mal etwas gerissen. Ich habe es dieses Jahr tatsächlich geschafft, nachdem ich 2015 grandios gescheitert war. Außerdem hat der November mich unglaublich für das kommende Jahr motiviert. Ich möchte den ersten Band meiner Reihe 2017 beenden und bin guter Dinge, dass ich das auch schaffen werde.

Zusammenwohnen

Privat war 2016 ein tolles Jahr. Im Dezember 2015 bin ich mit meiner Lieblingsfrau zusammengezogen, von daher war 2016 unsere Bewährungsprobe ob es mit dem Zusammenleben genauso gut klappt wie mit der Fernbeziehung.

Was soll ich sagen? Ja! Wir haben das erste Jahr in der gemeinsamen Wohnung gut gemeistert und das wird – hoffentlich – auch so weitergehen. Das trägt natürlich auch dazu bei, dass die Arbeit am Roman ganz gut vorangeht. Die bessere Hälfte unterstützt mich da ganz tatkräftig.

Ich freue mich daher auf 2017 und arbeite jetzt mal an meinen Vorsätzen für das kommende Jahr.

Lily

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