Moodboards für Romane gestalten 

Kennst du Moodboards? Du kannst sie auch schlicht Inspirationssammlung nennen. Besonders oft stolpere ich auf Instagram und Pinterest über diese digitalen Collagen. Auf den ersten Blick wirkt das immer wie eine besondere Wissenschaft. Tatsächlich ist es aber ziemlich einfach ein Moodboard zu erstellen. Mit ein bisschen Übung kann man auch ohne großes Vorwissen hinsichtlich Gestaltung ein passables Ergebnis kreieren.

Was du für ein Moodboard brauchst:

  • Ein Bildbearbeitungsprogramm (Photoshop, Illustrator, Affiniy Photo (nur Mac) oder vergleichbare Freeware, wie beispielsweise GIMP)
  • Eine Bildersammlung (wenn du das Moodboard später irgendwo veröffentlichen willst, dann nutze lizenzfreie Bilder oder gebe die Bildrechte an)
  • Ein Grundverständnis von Farben oder zumindest die Fähigkeit harmonierende Farben zu erkennen

Das war’s eigentlich auch schon. Wenn du möchtest, kannst du die Moodboards natürlich auch ausdrucken. Dann brauchst du einen Drucker, einen Copyshop oder einen Drogeriemarkt, der Fotodruck im Angebot hat.

Zur Bildbearbeitung:

Für ein Moodboard kannst du entweder selber eine Vorlage erstellen (das geht am besten in Illustrator oder Photoshop und Anleitungen gibt es diverse auf YouTube) oder kannst eine bereits bestehende Vorlage nutzen.

So sieht eine Moodboard Vorlage aus

Kostenpflichtig kannst du die beispielsweise auf einer Seite wie creativemarket.com erwerben, manche Blogger bieten Moodboard-Templates auch im Gegenzug für Newsletter-Anmeldungen oder als Download an. Schau einfach, was für dich in Frage kommen könnte.

Zu den Bildern: 

Überlege dir zunächst ein Thema, das dein Moodboard behandeln soll. Das kann eine Figur aus deinem Roman, eine bestimmte Szene oder auch ein Gefühl sein. Den Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt. Je enger du das Thema fasst, desto einfacher kannst du es darstellen. Damit wird die Suche nach Bildern natürlich schwieriger, denn bei bestimmten Nischen kann es sehr kompliziert werden ein passendes Bild zu finden.

Insbesondere wenn du nach lizenzfreien Bildern suchst. Perfekt geeignet ist dafür pixabay.com, es gibt aber auch andere Anbieter. Stockfotos kannst du zum Beispiel auf fotolia.com kostengünstig erwerben. Falls du das Moodboard nur für dich kreierst, hast du Glück: Du kannst Pinterest oder Google bemühen und brauchst dich nicht um Urheberrechte zu kümmern.

Zur Bildwahl: 

Bilder, die eine ähnliche Farbsprache haben, harmonieren am besten miteinander. Versuch nicht zu viele Farben zu mischen oder passe gegebenenfalls Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm an. Selbst bei GIMP hast du die Möglichkeit die Farbtemperatur zu verändern — das kennst du vermutlich von Instagram, wenn du Filter anwendest. Ziemlich simpel, aber der Effekt ist bemerkenswert.

Am besten legst du dich bei der Bildwahl zunächst auf drei Farben fest. Zwei Grundfarben, eine für Akzente. Dann kannst du nicht viel falsch machen. Achte darauf, dass alle Bilder diesen Kriterien entsprechen. Und dann lass deiner Kreativität freien Lauf. Ordne die Bilder unterschiedlich an, vergrößere oder verkleinere und wähle unterschiedliche Bildausschnitte. Achte auf eine hohe Auflösung, insbesondere wenn du das Dokument drucken willst.

So kann ein fertiges Moodboard aussehen

Moodboards sind nicht nur eine tolle Inspirationsquelle, sondern können dir auch bei der Charakterentwicklung oder dem Erzeugen einer bestimmten Stimmung helfen. Auch zur Inspiration und als Vorbereitung auf den NaNoWriMo eignen sie sich gut.

Probier’s aus und teil gerne deine Ergebnisse mit mir!

Lily