NaNoWriMo 2016: Fazit Woche 3

Das Ende naht.

Langsam rückt das Ende des NaNoWriMos in greifbare Nähe. Ein echt verrückter Monat, den ich bisher trotz des manchmal recht hohen Stress-Levels sehr genossen habe. Ich habe mich auf Twitter mit anderen Teilnehmern ausgetauscht, war auf einem Schreibtreffen und habe selbst ein kleines zusammengetrommelt. Ich wusste schon vorher, dass ich gerne auswärts schreibe. Wenn ich es schaffe, schreibe ich mindestens einmal die Woche in meinem Lieblingscafé.

Klappt nicht immer, aber oft genug. Allerdings liegt mir das Schreiben in einer großen Gruppe nicht. Die Mädels waren alle super nett, aber bei mehr als vier bis fünf Personen am Tisch fällt mir das Abschalten echt schwer. Von daher eignet sich so ein Treffen für mich eher zum Austausch und weniger um den Wordcount in die Höhe zu treiben. Ich würde es aber noch mal drauf ankommen lassen.

Wie ist der Stand der Dinge?

Ich stecke jetzt mitten in den unangenehmen Szenen. Unangenehm nicht etwa, weil mir das Schreiben keinen Spaß macht, sondern weile einige hässliche Dinge passieren. Da muss ich nach dem Schreiben häufig erstmal einen Spaziergang machen, mich bewegen, den Kopf frei bekommen. Der Plot hat mich bisher gut durch den NaNoWriMo getragen. Bisher musste ich nur kleine Änderungen vornehmen, weil mir doch noch ein winziger Logikfehler aufgefallen ist.

Der Plot rettet mir regelmäßig den Hintern

Ich bewundere ja alle, die ohne Plan schreiben. Das würde mich in den Wahnsinn treiben und dafür sorgen, dass ich beim Überarbeiten vermutlich das ganze Manuskript löschen würde. Ich muss zwar nicht jedes kleinste Detail kennen, aber ich würde mich schon als eine absolute Planerin bezeichnen.

Deshalb habe ich mir kürzlich auch endlich ein Whiteboard angeschafft, das liebevoll Plotboard getauft wurde. Meinen Plot habe ich sowohl bei Scrivener als auch in einer Mappe festgehalten. Handschriftliche Notizen helfen mir beim Planen besonders weiter.

Ich kann gar nicht sagen, weshalb das so ist. Irgendwie scheint mein Kopf da anders mitarbeiten zu müssen. Jedenfalls befinde ich mich noch gut im Zeitplan. Die Kapitel sind etwas lang, aber da ich erwarte am Ende ein gutes Stück (unnützes Zeug…) zu kürzen, nehme ich das gerne in Kauf.

Wieso ich hier nicht auf den Wordcount eingehe…

Weil er mir relativ egal ist. Versteht mich nicht falsch — ich habe mir das Ziel von 50.000 Wörtern gesetzt und das möchte ich auch erreichen. Schreiben muss mir aber auch Spaß machen. Wenn ich mich abends nach der Arbeit an das Manuskript setze und keine 6.000 Wörter zu Papier bringe, bin ich nicht enttäuscht. Damit meine ich natürlich nicht, dass man den NaNoWriMo nicht nutzen kann, um unglaublich ambitionierte Ziele zu erreichen.

Das ist toll, aber nicht für mich. Ich bin zufrieden mit meinen 50.000 und freue mich über jedes geschriebene Wort. Ich habe das Gefühl die 50.000 Wörter erreichen zu können, ohne jede Verabredung absagen zu müssen und auch mal ins Kino (Fantastic Beasts!) gehen zu können. Für mich ist das der perfekte Weg und im nächsten Jahr möchte ich es ganz genauso handhaben.

Auf geht’s! Nächste Woche ist der NaNoWriMo vorbei. Ich habe natürlich keinen ganzen Roman geschrieben, aber zumindest ein solides Stück von Projekt MdM. Dementsprechend werde ich in den folgenden Monaten auch nicht überarbeiten, sondern weiterschreiben. Auch darauf freue ich mich.

Sei fleißig!

Lily

 

MerkenMerken