NaNoWriMo 2016: Fazit Woche 4

Mit knapp 50.153 Wörtern habe ich den NaNoWriMo für beendet erklärt. Verdammt fühlt sich das gut an. Am Ende war es eine knappe Sache, weil ich ein paar Tage ausgesetzt habe, aber die letzten 4000 Wörter habe ich dann wie in Trance durchgezogen. Danach bin ich erstmal glücklich durch die Wohnung gehüpft und habe mit der Lieblingsfrau angestoßen. Der November ist damit definitiv in die Liste meiner persönlichen Jahreshighlights aufgestiegen. Ich habe 50.000 Wörter in 30 Tagen geschrieben.

Kann nicht bitte jeder Monat so sein? Andererseits würde ich das vermutlich nicht packen. Keine Ahnung wie manche von euch die doppelte oder dreifache Anzahl im November schaffen, ohne Urlaub zu nehmen oder Semesterferien zu haben. Hach, das Studium… Eigentlich bin ich froh nicht mehr zu studieren, aber verdammt… das hatte auch Vorteile. Auf jeden Fall hätte ich mir den November da besser freischaufeln können. Jahresurlaub bis zum November aufsparen? Eher nicht.

Ein kurzer Rückblick

Es gab definitiv einige Tage, an denen ich mich zum Schreiben zwingen musste. Tage, an denen ich sonst eher gelesen und mich im Bett oder auf dem Sofa verkrochen hätte. Das waren die Momente, in denen das Aufschieben dann doch sehr verführerisch schien. Glücklicherweise habe ich nur wenige Tage ausgesetzt und mir an den Wochenenden meist einen kleinen Vorsprung erarbeitet.

Im nächsten Jahr bin ich dann hoffentlich noch besser vorbereitet. Und habe entweder den ersten Band meiner Reihe beendet oder schreibe das Ende im November. Mal gucken, was das Jahr so bringt. Ansonsten: Mein Teevorrat hat überraschenderweise gereicht und da ich nicht so viele Süßigkeit im Haus hatte, passe ich noch in all meine Hosen. Das verbuche ich als zusätzlichen Erfolg! Sonst hätte ich während des NaNoWriMos ganz sicher (mindestens!) fünf Kilo zugenommen. Ein paar Chipstüten mussten trotzdem dran glauben.

Now what…

Für viele beginnt im neuen Jahr die Überarbeitungsphase. Ich werde munter weiterschreiben. Für den Dezember mache ich mir da allerdings nicht so viele Hoffnungen. Um Weihnachten herum komme ich sicher nicht zum Schreiben. Deshalb habe ich mir für den kommenden Monat auch keine ambitionierten Ziele gesetzt. Nur weiterschreiben, das möchte ich auf jeden Fall. Richtig durchstarten werde ich dann hoffentlich Mitte Januar.

Und dann ist ja auch schon bald wieder die Leipziger Buchmesse. Eigentlich wollte ich da mit dem ersten Entwurf fertig sein. Tja. No way. Es sei denn ich kündige morgen und ziehe in eine kleine Hütte irgendwo im Wald — was vermutlich nicht passieren wird. Fühlt sich blöd an, dass dieses Ziel unerreicht bleibt. Aber vielleicht schaffe ich es ja zur Frankfurter Buchmesse? Ich freue mich so oder so auf all die tollen Menschen, die ich dieses Jahr auf den ganzen Veranstaltungen wieder oder zum ersten Mal treffen werde.

Der nächste NaNoWriMo kann kommen

Ich habe in diesem November viel über mich und das Schreiben gelernt. Manchmal bin ich über meine Grenzen hinausgegangen, manchmal nicht. Insgesamt bin ich zufrieden und optimistisch für das nächste Jahr. Ab jetzt möchte ich nach Möglichkeit keinen NaNoWriMo mehr auslassen. Dafür war dieser gemeinsame Schreibmonat einfach zu motivierend und auch zu produktiv.

Ich kann allerdings verstehen, dass der NaNo nicht jedem Autor zusagt. Es ist wohl das, was man draus macht. Ich habe mich nicht unter Druck gesetzt und bin mit dieser Strategie gut gefahren. Vom Konkurrenzkampf und um die Wette schreiben habe ich mich bewusst ferngehalten. Das ist einfach nicht mein Ding.

Lily